Depotkosten – worauf Sie achten müssen

07.10.2019 | Update: 28.11.2019
Ein Depotkonto als Grundlage für den Wertpapierhandel bringt Kosten mit sich. Vergleichen Sie die Depotkosten und finden Sie das Konto, das am besten zu Ihnen passt!

Depotkosten Vergleich – Alle Gebühren beachten

Wertpapiere sind für viele private Anleger ein fester Bestandteil in ihrem Portfolio für den Aufbau von Vermögen. Allerdings unterscheiden sich die Angebote hinsichtlich der Depotkosten recht deutlich. Deshalb lohnt es sich, die Gebühren für das Depot zu vergleichen, um sich bei Bedarf für eine günstigere Bank zu entscheiden. Da hohe Kosten auf Dauer die Rendite schmälern, sollten Sie nicht nur bei der Eröffnung des Depots sorgfältig auf die Gebühren Ihrer Bank achten, sondern auch bei laufenden Verträgen regelmäßig auf die Auslagen schauen. Doch welche Depotkosten gibt es eigentlich und welche Gebühren fallen beim Wertpapierhandel an?

Kostengünstige Depotkonten im Vergleich

Degiro Depotkonto
  • Kontoeröffnung mittels Video Identifikation (optional)
  • Kostenlose Desktop Software für Online-Handel
  • iOS App
    Dieser Anbieter verfügt über einen Apple iOS App
  • Android App
    Dieser Anbieter verfügt über einen Android App
Jahresgebühr
0,00 €
Kosten / Order
2,26 €
Gesamtkosten
22,50 €
  • Kostenlose Depotführung
  • Günstige Orderkosten
  • Sehr schnelle Kontoeröffnung
  • Keine Mindesteinlagen
BANX Depotkonto
  • Handel mit Kryptowährungen möglich
  • Kostenlose Desktop Software für Online-Handel
  • iOS App
    Dieser Anbieter verfügt über einen Apple iOS App
  • Android App
    Dieser Anbieter verfügt über einen Android App
Jahresgebühr
0,00 €
Kosten / Order
3,90 €
Gesamtkosten
39,00 €
  • Kostenlose Depotführung
  • Günstige Orderkosten
  • Handel an über 120 Börsen weltweit
CapTrader Depotkonto
  • Deutsche Einlagensicherung
  • Handel mit Kryptowährungen möglich
  • Kostenlose Desktop Software für Online-Handel
  • iOS App
    Dieser Anbieter verfügt über einen Apple iOS App
  • Android App
    Dieser Anbieter verfügt über einen Android App
Jahresgebühr
0,00 €
Kosten / Order
4,00 €
Gesamtkosten
40,00 €
  • Kostenlose Depotführung
  • Prozentual sehr günstige Orderkosten
  • Weltweiter Börsenhandel

Wie setzen sich die Depotkosten zusammen?

Prinzipiell sind die Jahresgebühren und die Gesamtkosten zu unterscheiden. Einige Banken fordern eine Jahresgebühr, sie wird auch als Konto- oder Depotführungsgebühr bezeichnet. Schon bei dieser Gebühr gibt es zum Teil erhebliche Unterschiede von Bank zu Bank.

Neben den Depotführungsgebühren gibt es noch weitere Kosten. Dazu zählen die Ordergebühren, die beim Kauf und Verkauf von Aktien anfällt. Die Höhe der Gebühren hängt in der Regel vom Volumen der Order und von der Zahl der Orders ab. Die meisten Banken koppeln eine Order an bestimmte Mindest- oder Höchstbeträge. Das heißt, dass eine Order über einen festgelegten Mindestbetrag lauten muss oder einen definierten Höchstbetrag nicht übersteigen darf.

Damit beeinflussen Mindest- und Höchstbetrag Ihre Ordergebühren unmittelbar. Auch die Art des Depots hat einen Einfluss auf Ihre Kosten. Zu unterscheiden sind Online-Depots und ein Depot bei Ihrer Hausbank. Viele Direktbanken fordern für ein Depot keine oder lediglich eine geringe Depotführungsgebühr, während die Filialbanken dafür eine höhere Summe verlangen. Somit hängt es also von Ihrem Anbieter und von der Art des Depots ab, welche Gebühren auf Sie zukommen.

Depotgebühren vergleichen und hohe Kosten vermeiden

Hohe Auslagen für Ihr Depot können Sie nur umgehen, indem Sie einen ausführlichen Depot Vergleich durchführen. Gerade dann, wenn Sie mehrere Depots führen oder wenn Sie beabsichtigen, über einen längeren Zeitraum eine hohe Summe anzusparen, sollten Sie die Gebühren sehr genau vergleichen. Häufig lohnt es sich, den Anbieter zu wechseln, um dadurch bares Geld zu sparen. Allerdings müssen Sie bei jedem Vergleich Ihre individuelle Situation berücksichtigen. Sie hat maßgeblich Einfluss darauf, welches Depot am besten für Sie geeignet ist.

Die Depotgebühren für die Führung Ihres Depots sind zum Beispiel ausschlaggebend, wenn Sie Ihr Depot in Form eines Fondsportfolios führen. Ein Fonds wird üblicherweise von Anlegern verwendet, die Geld in einen Sparplan einzahlen wollen. In der Regel zahlen Sie jeden Monat eine festgelegte Summe in den Fonds ein, weitere Transaktionen gibt es in der Einzahlungsphase nur, wenn Sie zusätzlich eine oder mehrere Auszahlungen beantragen. Es finden also pro Jahr nur recht wenige Transaktionen statt. Sofern Sie also lediglich einen oder mehrere Sparpläne besparen wollen, sollten Sie bei der Wahl des Anbieters vor allem auf die Führungskosten für das Depot achten.

Anders sieht es aus, falls Sie häufig mit Aktien handeln und regelmäßig Anteile kaufen und verkaufen. In diesem Fall ist nicht so sehr die Kontoführungsgebühr ausschlaggebend. Vielmehr sollten Sie als aktiver Aktienhändler auf die Ordergebühren achten, sie sollten entsprechend niedrig sein. Vielleicht lässt sich auch eine Flatrate verhandeln, so dass Sie die Gebühren unabhängig von der Zahl der Käufe und Verkäufe bezahlen. Vor allem für sehr aktive Aktienhändler kann eine solche Flatrate finanziell von Vorteil sein.

Zu beachten ist außerdem, dass Indexfonds (ETFs) meist nur einen Bruchteil der Gebühren kosten, die Sie für einen Aktienfonds zahlen müssen. Indexfonds werden in der Regel passiv verwaltet, das bedeutet, dass kein aktives Fondsmanagement durch einen Fondsmanager der Bank nötig ist. Bei einem aktiven Fondsmanagement sind die Kosten deshalb höher. Sofern ein Indexfonds als Alternative zum Aktienfonds zum Aufbau von Vermögen für Sie in Frage kommt, können Sie somit von günstigeren Gebühren profitieren.

Was muss man zum Anbieterwechsel wissen?

Viele Anleger zahlen für ihr Depot zu hohe Gebühren und verlieren dadurch Jahr für Jahr mehrere 100 Euro. Das jedenfalls hat Stiftung Warentest in einer aktuellen Analyse herausgefunden. Die Rendite Ihres Depots sinkt dadurch ganz erheblich, denn letztlich gehen die Kosten zu Lasten der Verzinsung Ihres eingezahlten Geldes. Der Wechsel des Anbieters kann also durchaus von Vorteil für Sie sein, wenn Sie dadurch bares Geld sparen.

Haben Sie sich dafür entschieden, Ihren Anbieter zu wechseln, müssen Sie einen Antrag bei Ihrer neuen Bank stellen. Sie kümmert sich darum, dass die Wertpapiere in Ihr neues Depot „umgezogen“ werden. Falls Ihr neuer Anbieter eine Direktbank ist und Sie dort noch kein Konto führen oder einen Kredit abgeschlossen haben, müssen Sie zuvor eine Identitätsprüfung durchführen. Dazu ist die Bank verpflichtet, denn sie muss sicher sein, dass der Inhaber des Depots tatsächlich die Person ist, die er vorgibt. Die Identitätsprüfung wird von den meisten Banken mit Hilfe des PostIdent-Verfahrens durchgeführt. Dazu gehen Sie mit den Unterlagen der neuen Bank und mit Ihrem Personalausweis in die nächste Postfiliale und lassen Ihre Identität dort bestätigen.

Danach wird das Depot innerhalb von wenigen Tagen eröffnet. Einige Banken ermöglichen die Identitätsprüfung auch mit Hilfe eines Video-Chats oder einer App. In der kurzen Zeit des Wechsels von einem Anbieter zu einem anderen können Sie keinen Verkauf Ihrer Aktien beauftragen. Sobald alle Wertpapiere auf Ihren neuen Depotanbieter übertragen sind, kaufen und verkaufen Sie wieder wie gewohnt.

Depotkosten: Welche Vor- und Nachteile haben Online-Banken gegenüber der Hausbank?

Wenn Sie Ihr Konto und Ihr Depot bisher bei einer Filialbank führen und diese vielleicht seit vielen Jahren die Funktion Ihrer Hausbank übernimmt, mag es im ersten Augenblick schwierig erscheinen, sich für eine günstigere Direktbank zu entscheiden. Natürlich ist dieser Wechsel nicht zwingend erforderlich. In der Regel erhebt eine Filialbank aber höhere Gebühren für Ihr Depot als die Internetbank. Wenn Sie also bestrebt sind, die Gebühren für Ihr Depot zu senken, bleibt Ihnen häufig nur eine Direktbank als Alternative.

Vorteile einer Filialbank

Bevor Sie sich für den Wechsel entscheiden, sollten Sie das Gespräch mit Ihrer Hausbank suchen. Sie ist gesetzlich dazu verpflichtet, Sie kostenlos zu beraten. Unter Umständen besteht die Möglichkeit, bei Ihrer Hausbank ein kostenfreies Girokonto mit Online-Banking zu eröffnen. Die meisten Banken bieten diese Variante heute an, wobei Sie unter Umständen mit einigen Auflagen wie zum Beispiel einem Geldeingang in einer vorgegebenen Höhe rechnen müssen, damit das Konto kostenfrei oder zumindest günstig bleibt. Wechseln Sie bei Ihrer Hausbank zum Online-Banking, hat das für Sie in der Regel den Vorteil, dass Sie Girokonto, Sparkonto und Depot bei Ihrer Bank vor Ort führen und die Kosten trotzdem überschaubar bleiben.

Depotkosten Vergleich bei Online Anbietern

Sofern Sie sich für einen Online-Anbieter für Ihr Depot entscheiden, schauen Sie sich die Konditionen genau an. Zur Auswahl stehen die Direktbanken, aber auch die Online-Broker. Bei einem Broker werden Sie meist nicht beraten, und die Kommunikation läuft ausschließlich online. Achten Sie besonders auf die Höhe der Einlagensicherung, sie steht für die Absicherung der angelegten Kundengelder. Eine Einlagensicherung in Höhe von 100.000 Euro pro Kunde sollte unbedingt gewährleistet sein, sie entspricht der Regelung für europäische Anbieter.

Der Kauf und Verkauf von Aktien oder anderen Wertpapieren wird bei einer Direktbank oder einem Online-Broker über das Internet durchgeführt. In diesem Fall sollte Ihr Computer oder Ihr Smartphone so gesichert sein, dass ein unbefugter Zugriff mindestens erschwert wird. Ein funktionierender und aktueller Virenschutz ist demnach Pflicht, anderenfalls sollten Sie nicht online handeln.

Fazit

Ob Sie sich also für eine Direktbank, einen Online-Broker oder doch für Ihre Hausbank entscheiden, bleibt Ihren persönlichen Präferenzen überlassen. Alle Varianten haben Vor- und Nachteile, so dass Sie letztlich anhand Ihres Bauchgefühls festlegen können, welche Alternative Ihnen am besten gefällt. In der Regel ist es besonders angenehm, Girokonto, Sparkonto und Depot bei einem einzigen Anbieter zu führen, unabhägnig davon, ob dieser nun eine Filialbank oder eine Direktbank ist. Entscheiden Sie sich für diese Variante, erhalten Sie den Service für alle Bankgeschäfte aus einer Hand und müssen sich nicht auf die verschiedensten Abläufe bei unterschiedlichen Banken einstellen. Dadurch sparen Sie Zeit, in der Sie sich um andere Dinge kümmern können.

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