Flatex Depotgebühren

Der Online Broker Flatex führt Depotgebühren ein und stößt damit auf Unmut

Der Broker flatex erfreut sich mittlerweile bei vielen Tradern großer Beliebtheit. Gegründet wurde der Online Broker im Jahr 2006, wobei er sich in nur kurzer Zeit auf dem Markt etablierte. Dies ist vor allem dem breit gefächerten Handelsangebot und dem seriösen Auftreten des Anbieters zu verdanken. Seinen Sitz hat das Unternehmen in Kulmbach. Nach der Fusion mit DeGiro, einer Firma aus den Niederlanden, zählt der Broker nun mehr als eine Million Kunden und zählt somit zu den renommiertesten Brokern in der Handelsbranche. Der Broker, der vorher mit einem komplett kostenlosen Depotmodell warb, reformierte im Jahr 2020 seine Gebührenstruktur. Dieser Schritt hat für Anleger negative Auswirkungen und könnte den Höhenflug des Anbieters stoppen. Vor allem in Kombination mit dem negativen Guthabenzins, der 2019 eingeführt wurde, stößt die neue Entwicklung auf Unmut.

flatex Depotkonto
  • Deutsche Einlagensicherung
  • Handel mit Kryptowährungen möglich
  • Kontoeröffnung mittels Video Identifikation (optional)
  • Kostenlose Desktop Software für Online-Handel
  • iOS App
    Dieser Anbieter verfügt über einen Apple iOS App
  • Android App
    Dieser Anbieter verfügt über einen Android App
Jahresgebühr
0,1 % €jährliche Depotgebühr
Kosten / Order
5,90 €
Gesamtkosten
59,00 €
  • Sehr günstiger und transparenter Direkthandel (OTC)
  • über 350 kostenlose ETF-Sparpläne
  • Kostenpflichtige Depotführung

Das alte Gebührenmodell des Brokers flatex

Vor der Reform im März 2020 war es Kunden möglich, Ihr Depot bei dem Anbieter kostenlos zu führen. Dieser Fakt, in Kombination mit der intuitiv gestalteten Software, machte den Broker bei vielen Anlegern zu einer interessanten Option. Allerdings hob flatex bereits im letzten Quartal des Jahres 2019 den negativen Guthabenzins auf dem Verrechnungskonto von -0,4 auf -0,5 Prozent an.. Die Veränderung führte also auch bei der Kontoführung zu Mehrausgaben für die Kunden.

Die Orderkosten lagen bereits vor 2020 bei 5,90 Euro pro Order – hier hat sich für die Kunden nach der Gebührenerhöhung im März 2020 nichts verändert.

Die neuen Gebühren von Flatex im Überblick

Alle Änderungen ab März 2020:

Gebühren fürs Flatex Depot

Im März 2020 fand die Einführung der neuen Gebühren statt. Seit diesem Zeitpunkt verlangt der Anbieter eine Depotgebühr von 0,1 Prozent für Ihre Anlagen im Wertpapierdepot. Sind Sie also in Besitz von Wertpapieren im Wert von 10.000 Euro, ergibt sich eine zusätzliche finanzielle Belastung von 10 Euro pro Jahr. Bei Aktien von 100.000 Euro, fallen also bereits jährliche Ausgaben von 100 Euro an. Dies wird von vielen Anlegern als großer Nachteil empfunden. Denn mittlerweile gibt es Online Broker, die für die Depotführung keinerlei Gebühren verlangen.

Gebühren für Order

Nicht von der Reform im März 2020 betroffen sind die Order. Beim Handel in Deutschland, Österreich, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz und Portugal ist mit Ausgaben von 5,90 Euro pro Order zu rechnen. Handeln Sie jedoch in Kanada und den USA, kommt ein Orderentgelt von 0,04 Prozent vom Ordervolumen zu den 5,90 Euro hinzu – dies ist aber nur dann der Fall, wenn das Ordervolumen bei über 4.000 Euro liegt.

Verzinsung auf dem Verrechnungskonto

Ihre Gelder auf dem Verrechnungskonto der flatex Bank AG, werden mit einem negativen Guthabenzins verzinst. Ebendieser Zinssatz wurde im Oktober 2019 von 0,4 auf 0,5 Prozent angehoben. Allerdings können Sie Order- und Limitänderungen kostenfrei vornehmen.

ETFs bei flatex

Wenn Sie besonderen Wert auf ETF Sparpläne legen, ist das flatex Depot eine Überlegung wert, denn Ihnen stehen 904 sparplanfähige ETFs zur Verfügung. In diesem Bereich gehört der Online Broker zu den Anbietern mit der größten Auswahl. Sie kommen bei flatex auch in den Genuss kostenfreier Sparpläne, wobei das Angebot regelmäßig wechselt.

Sie haben mit einem flatex Depot die Möglichkeit, ETF Sparpläne bereits ab 50 Euro pro Monat zu besparen. Für die Ausführung eines Sparplans sind 1,50 Euro pro Sparrate zu begleichen. Dies erweist sich insbesondere für Sparpläne über 100 Euro als Vorteil.

Doch auch in Bezug auf die ETF Sparpläne ist mit den flatex Gebühren Vorsicht geboten. Denn hier verrechnet die flatex Bank AG Ihren Kunden Additional Trading Costs (ATC). Diese flatex Gebühren liegen bei 0,2 Prozent. Dies liegt daran, dass die Abwicklung der ETF Sparpläne über die Commerzbank und deren Market Making erfolgt. In diesem Kontext schneidet flatex im Vergleich zu anderen Brokern ebenfalls etwas schlechter ab. Ob sich eine Depoteröffnung bei diesem Anbieter für Sie lohnt, müssen Sie selbst wissen. Treffen Sie diesbezüglich jedoch keine vorschnelle Entscheidung, sondern informieren Sie sich im Vorfeld eingehend über die Vorzüge und Nachteile des Online Brokers.

Alle neuen Gebühren auf einen Blick

  • Depotführung: 0,1 Prozent
  • Guthabenzinsen: -0,5 Prozent
  • Order­kosten: 5,90 Euro bei pauschaler Abrechnung (bei Handel in USA oder Kanada, zusätzlich 0,04 Prozent der Orderkosten bei einem Volumen über 4.000 Euro)
  • Order mit einem Kurswert von 12.000 Euro: 8,40 Euro
  • Order mit einem Kurswert von 6.000 Euro: 8,40 Euro
  • Order mit einem Kurswert von 2.500 Euro: 8,30 Euro
  • pro Ausführung eines ETF Sparplans: 1,50 Euro

Auf diese Aspekte ist bei der Nutzung von flatex zu achten

Geht es um die neuen flatex Gebühren, gibt es als Anleger einige Aspekte, die Sie berücksichtigen müssen. Generell handelt es sich bei dem Broker um einen transparenten Anbieter. Sie können sich also jederzeit einen Überblick über die flatex Gebühren verschaffen. Diesen Schritt sollten Sie bereits vor der Registrierung und dem Anlegen eines flatex Depots unternehmen. So stellen Sie sicher, dass Sie die richtige Wahl treffen.

Bei Fragen sollten Sie sich mit dem Kundendienst des Anbieters in Verbindung setzen. Die Mitarbeiter stehen Ihnen bei Fragen gerne zur Seite und schaffen Unklarheiten aus der Welt. Auch können Sie im Vorfeld ein unverbindliches Beratungsgespräch in Anspruch nehmen. So lernen Sie den Kundenservice der flatex Bank AG kennen und können abschätzen, ob der Broker trotz der Gebühren für Ihre Trading-Bedürfnisse infrage kommt.

Sind Sie Kunde bei flatex und überlegen sich, ob Sie lieber zu einem anderen Anbieter wechseln sollen, sind mehrere Aspekte zu berücksichtigen. Es kommt hierbei unter anderem auf die Größe Ihres Depots an. Fällt dieses bei Ihnen eher klein aus, so sind die neuen Gebühren für Sie durchaus tragbar und stellen keine erhebliche Belastung dar. Anders verhält es sich, wenn Sie Besitzer eines mittleren bis großen Depots sind. In diesem Fall empfiehlt es sich mitunter, auf einen anderen Anbieter umzusteigen.

Hegen Sie jedoch in erster Linie Interesse an einem ETF Sparplan, so lohnt sich eine Registrierung bei diesem Broker. Denn geht es um die verfügbaren Optionen, ist flatex noch immer der Anbieter mit der größten Auswahl. Auch stehen Ihnen mehr als 240 Aktions-ETFs ohne flatex Gebühren zur Verfügung.

Fazit – flatex als intuitiver Anbieter mit hohen Gebühren

Nach der Reform im Jahr 2020 zählt Flatex nun zu den kostspieligsten Brokern auf dem Markt. Vor allem bei Dauerkunden stößt diese Entwicklung auf Unmut. Immerhin ist der Anbieter beliebt und gilt als seriös. Des Weiteren punktet er mit einem übersichtlich gestalteten Portal und intuitiven Prozessen. Order lassen sich einfach und unumständlich ausführen. Sie werden sich also auch als Anfänger bei flatex schnell zurechtfinden.

Ob sich eine Registrierung bei diesem Broker für Sie lohnt, hängt von der Größe Ihres Depots ab. Setzen Sie bei Wertpapieren eher auf geringe Summen, so wird Ihnen die Gebühr des flatex Depots nicht viel ausmachen. Anders verhält es sich, wenn Sie größere Summen anlegen wollen. In diesem Fall ist es ratsam, sich nach einer anderen Alternative umzusehen.

Besuchen sie im Zweifelsfall das Portal von flatex und machen Sie sich mit dem Anbieter vertraut. Sie finden dort auch die Kontaktdaten. So können Sie sich mit dem Personal in Verbindung setzen und ein unverbindliches Beratungsgespräch in Anspruch nehmen. Diese Vorgehensweise ermöglicht es Ihnen, eine gut durchdachte Entscheidung zu treffen.

29.03.2021
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