Grundlagen des Wertpapierhandels – so gelingt der Einstieg

07.11.2019

Viele private Anleger schrecken vor dem Wertpapierhandel im ersten Augenblick zurück. Der Begriff mag schwer greifbar erscheinen, häufig haftet ihm sogar ein etwas zweifelhafter Ruf an. Das liegt daran, dass man mit Wertpapieren gerne das Risiko von hohen Kursschwankungen und entsprechenden Verlusten bis hin zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals verbindet.

Das ist aber keinesfalls immer der Fall. Vielmehr werden unter dem Oberbegriff „Wertpapiere“ zahlreiche unterschiedliche Formen von Geldanlagen zusammengefasst, die hinsichtlich der Chancen und Risiken sehr vielseitig gestaltet sind. Wer die Differenzen berücksichtigt und die einzelnen Arten von Wertpapieren kennt, findet auf dem Markt mit Sicherheit die Variante, die optimal zu den finanziellen Zielen und zur persönlichen Risikoeinstellung passt.

Was man zum Einstieg wissen muss

Grundsätzlich sind Wertpapiere eine sinnvolle Ergänzung für den Aufbau von privatem Vermögen. Im Vergleich zu Tages- und Festgeldern oder Sparbüchern bergen sie zwar höhere Risiken, aber auch größere Chancen auf eine angemessene Rendite. Gerade Einsteiger gehen allerdings häufig davon aus, dass alle Wertpapiere riskant sind und dass man das angelegte Kapital ganz oder teilweise verlieren kann.

Wissen muss man, dass das Risiko nicht zwangsläufig hoch ist. Es gibt eine Fülle von verschiedensten Wertpapieren und sie alle unterscheiden sich hinsichtlich der Chancen und der Risiken. Es lohnt sich, wenn man sich ein wenig genauer mit den Möglichkeiten beschäftigt, denn aufgrund der enormen Vielfalt ist für jeden Anleger das richtige Produkt auf dem Markt zu finden. Deshalb empfehlen Finanzexperten sehr häufig, einen Teil des privaten Vermögens in Form von Wertpapieren aufzubauen.

Diese Arten von Wertpapieren gibt es

Fonds und Exchange Traded Funds – kurz als ETFs bezeichnet – sind gerade bei privaten Anlegern sehr beliebte Wertpapiere. Sie lassen sich als monatlicher Sparplan schon mit kleinen Beträgen besparen, so dass man über einen längeren Anlagezeitraum eine attraktive Summe investiert. Auch mit einem geringen Kapitaleinsatz besteht hier die Möglichkeit, einen Gewinn zu erzielen. In einem Fonds oder einem ETF sind mehrere Wertpapiere zusammengefasst. Das bedeutet, dass der Verlust eines einzelnen Papiers nicht sehr stark ins Gewicht fällt. Deshalb gelten Fonds und ETFs als verhältnismäßig sicher.

Trotzdem sollte man das gesparte Vermögen aus einem Fonds oder einem ETF nicht überstürzt kaufen oder verkaufen müssen, denn daraus kann leicht ein Verlustgeschäft entstehen. Sollte der aktuelle Wert des Fondsguthabens tatsächlich unter die Summe der gesamten Einzahlungen sinken, wartet man am besten ab, bis sich die Kurse wieder erholt haben. Natürlich kann man in einer Phase mit fallenden Kursen sehr gut in einen Fonds einzahlen. Wenn möglich, sollte man in einer solchen Phase allerdings keine Auszahlungen vornehmen müssen.

Aktien und Anleihen sind eine Möglichkeit für den Anleger, von einer positiven Entwicklung der Unternehmen zu profitieren. Allerdings nimmt der Investor auch an einer schwachen Geschäftsentwicklung teil. Deshalb sollte man nur dann in Einzelaktien investieren, wenn man den Markt recht gut kennt und regelmäßig beobachtet und sich dadurch eine solide Einschätzung und Prognose der zukünftigen Ereignisse zutraut.

Bei einem Zertifikat handelt es sich um eine Anleihe, die von der Bank herausgegeben wird. Dabei werden die Rückzahlungsvereinbarungen genau festgelegt. Hebelprodukte sind besondere Formen der Zertifikate, sie bilden die Wertentwicklung des Basiswerts in überproportionaler Form ab. Durch diesen Hebel hat der Anleger zwar erhöhte Gewinnchancen, gleichzeitig aber auch ein größeres Verlustrisiko. Deshalb sind Hebelprodukte eher für erfahrene Anleger mit einer entsprechenden Risikobereitschaft geeignet.

Fazit: Wer in Wertpapiere investiert, muss sich informieren

Bevor man sich an den Handel mit Wertpapieren wagt, sollte man sich unbedingt ein gutes Basiswissen erarbeiten. Wertpapiere bieten dem Investor auch bei kleinen Beträgen eine gute Chance auf solide Erträge. Allerdings unterscheiden sich Wertpapiere je nach Art und Ausgestaltung sehr voneinander. Einer größeren Gewinnchance steht regelmäßig ein höheres Verlustrisiko gegenüber.

Im Idealfall baut ein Anleger ein diversifiziertes Portfolio mit unterschiedlichsten Anlagen auf und hat dadurch eine bessere Chance auf eine attraktive Rendite bei gleichzeitiger Streuung des Risikos. In unserem Ratgeber werden die verschiedensten Wertpapiere im Detail erklärt, so dass es leicht ist, sich anhand der persönlichen Risikoeinstellung für die optimale Anlage zu entscheiden.
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