Filialbank oder Direktbank – wo gibt es das günstigste Depotkonto?

21.01.2015 | Update: 04.11.2019

Anleger, die mit Wertpapieren handeln möchten, können ein Depotkonto bei ihrer Hausbank vor Ort oder online bei einer Direktbank oder einem Online-Broker eröffnen. Während die Filialbank eine persönliche Anlageberatung anbietet, muss sich der Anleger bei einer Direktbank oder einem Online-Broker selbst über die verschiedenen Anlageformen und Wertpapierarten informieren.

Der Unterschied wird vor allem in den höheren Gebühren deutlich, die die Bank oder Sparkasse vor Ort im Gegensatz zu einer Direktbank oder einem Online-Broker verlangt. Bei einem Depot-Vergleich der verschiedenen Anbieter muss der Kontoinhaber insbesondere die Depotgebühren und die Ordergebühren beachten.

Wann ist ein Depotkonto kostenlos?

Einige Kreditinstitute werben mit einer kostenlosen Kontoführung für ein Depotkonto. Bei anderen Banken und Sparkassen werden die Depotkonten nur unter bestimmten Voraussetzungen kostenfrei geführt. Zu den Gründen, warum eine Bank auf die Depotgebühren verzichtet, zählen unter anderem:

  • regelmäßige Käufe und Verkäufe von Wertpapieren in einem bestimmten Zeitraum
  • Kauf, Verkauf oder Bestand bestimmter Papiere im Depot
  • besondere Angebote für Neukunden
  • das Führen eines mit dem Depot verbundenen Girokontos
  • das Erreichen eines bestimmten Depotvolumens
  • Übertragung eines Wertpapierdepots von einer anderen Bank
  • ein festgelegtes Gesamtguthaben auf allen Konten des Kunden

Direktbanken und Online-Broker können ihre Depotkosten auch deshalb oftmals niedriger halten, da sie keine kostenintensiven Filialen führen und deshalb viel Geld einsparen, das ansonsten in Mitarbeiter, Gebäudeanmietung etc. fließen würde.

Die Kontoführungsgebühr kann sich nach der Höhe des Depotguthabens richten, das aus dem Nennwert oder Kurswert der im Depot verbuchten Wertpapiere zu einem Stichtag ermittelt wird. Weitere Berechnungsgrundlagen für die Depotkosten sind die verschiedenen Werte, die der Kontoinhaber besitzt, die jeweilige Verwahrungsart oder das Gesamtguthaben, das der Anleger auch auf anderen Konten bei dem Kreditinstitut unterhält. Einige Banken berechnen nur dann Jahresgebühren, wenn das Wertpapierdepot zum Jahresende keinen Bestand aufweist­.

Direktbanken – kostenlose Depotführung: Die Empfehlungen der Redaktion

ING Depotkonto
  • Kontoeröffnung mittels Video Identifikation (optional)
  • iOS App
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  • Android App
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Jahresgebühr
0,00 €
Kosten / Order
7,40 €
Gesamtkosten
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  • Kostenlose Depotführung
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flatex Depotkonto
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  • Kostenlose Desktop Software für Online-Handel
  • iOS App
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  • Android App
    Dieser Anbieter verfügt über einen Android App
Jahresgebühr
0,00 €
Kosten / Order
5,90 €
Gesamtkosten
59,00 €
  • Kostenlose Depotführung
  • Sehr günstiger und transparenter Direkthandel (OTC)
  • über 350 kostenlose ETF-Sparpläne
Degiro Depotkonto
  • Kontoeröffnung mittels Video Identifikation (optional)
  • Kostenlose Desktop Software für Online-Handel
  • iOS App
    Dieser Anbieter verfügt über einen Apple iOS App
  • Android App
    Dieser Anbieter verfügt über einen Android App
Jahresgebühr
0,00 €
Kosten / Order
2,26 €
Gesamtkosten
22,50 €
  • Kostenlose Depotführung
  • Günstige Orderkosten
  • Sehr schnelle Kontoeröffnung
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Filialbank oder Direktbank – wo gibt es das günstigste Depotkonto?

Filialbanken und Direktbanken bringen jeweils Vor- und Nachteile mit sich. Dabei kommt es insbesondere auf die Handelsgewohnheiten des Anlegers an. Ein Vieltrader sollte nach einer Flatrate Ausschau halten, während ein gelegentlicher Aktienkäufer auf eine gute Beratung in einer Filialbank angewiesen ist.

Allgemein können die Kontoinhaber davon ausgehen, dass die Gesamtkosten für ein Depot in einer Filialbank für gewöhnlich höher ausfallen als bei einer Direktbank oder einem Online-Broker. Das liegt daran, dass Filialbanken ihre Filialen unterhalten müssen und persönliche Beratung für Kunden anbieten. Bei der persönlichen Anlageberatung wird ein Beratungsprotokoll erstellt. Mithilfe dieses Protokolls kann der Anleger Regressansprüche gegen die Bank geltend machen, falls er wegen einer Falschberatung einen finanziellen Verlust erlitten hat.

Wer sein Depot bei einer Direktbank eröffnet, kann jedoch über eine kostenlose Servicehotline in der Regel rund um die Uhr Kontakt zu Mitarbeiter aufnehmen und sich Beratung einholen. Manche Online-Broker bieten es auch an, Wertpapiere direkt über einen Berater am Telefon zu kaufen und zu verkaufen. Hierfür fallen die Gebühren dann jedoch teurer aus als bei einer Order über das Online-Banking.

Fazit: Für jeden Anspruch das richtige Konto

Eine pauschale Antwort darauf, wo das günstigste Depotkonto abgeschlossen werden kann, gibt es nicht. Viele Banken und Broker bieten interessante Neukundenaktionen an, die beispielsweise die Handelspreise in den ersten Monaten vergünstigen oder ein Cashback garantieren, wenn Kunden eine bestimmte Anzahl an Trades in den ersten Monaten durchführen.

Im Endeffekt kommt es jedoch vor allem darauf an, dass die Kosten langfristig günstig sind und sich nicht negativ auf die Rendite auswirken. Welche Kosten dabei besonders ins Gewicht fallen, kommt auf den individuellen Anleger an. Je nachdem, wo Anleger bevorzugt handeln, ob sie vor allem an der Börse oder im Direkthandel handeln, wie viele Transaktionen sie jährlich durchführen und welche Wertpapiere gehandelt werden, bieten verschiedene Depotkonten von unterschiedlichen Anbietern die passenden Konditionen.

Deshalb lohnt sich ein kostenloser Depotvergleich, bei dem Sie genau feststellen können, welche Konditionen ein Depot bietet und ob es demnach zu Ihren Ansprüchen passt oder nicht. Wenn Sie sich unsicher sind und erstmals mit Wertpapieren handeln möchten, ist ein Demokonto eine gute Möglichkeit, um sich erstmals mit den Abläufen vertraut zu machen. Ein solches Konto bieten die meisten Onlinebanken an. Hier lernen Sie auch gleich die Trading-Plattform kennen, die Ihnen zukünftig zur Verfügung steht, wenn Sie sich für das richtige Depot entscheiden.

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