Smartbroker Depot Kosten & Gebühren | Broker-Vergleich
von Lisa Hofmann

Smartbroker Depotkonto: Das Wichtigste zu Depotgebühren und Orderkosten des Brokers

Smartbroker ist erst seit 2019 aktiv – und hat sich bereits in dieser kurzen Zeit einen Namen gemacht. Möglich wurde dies zweifelsohne durch ein einfaches Gebührenmodell, welches hohe Transparenz und geringe Kosten miteinander verbindet. Während bei anderen Online Brokern zunächst kalkuliert werden muss, wie hoch die Ordergebühren für einen Trade ausfallen, liegen die Kosten hier nur bei 4 Euro pro Order. ETFs können bei einem Ordervolumen ab 500 Euro via Lang & Schwarz für einen Euro gehandelt werden – was konkurrenzlos niedrigen Gebühren entspricht. Hinter dem verlockenden Online-Angebot steht die capital AG aus Berlin, die Finanzportale wie wallstreet-online.de und boersennews.de betreibt. Zusätzlich beteiligt sich die französische Großbank BNP Paribas an dem Projekt. Auf dem ersten Blick betrachtet erscheint das Angebot also seriös.

smartbroker logo
1,8
Sehr Gut
Gebühren
Monatsgebühr 10 von 10
Ordergebühren 18 von 20
Investment-Produktangebot
Aktien, Anleihen & Sparpläne 20 von 20
Derivate 10 von 10
Fonds & ETFs 22 von 22
Internationale Börsen 0 von 6
Apps
Apps 0 von 8
Punktzahl 83 von 101
Note 1,8
Jahresgebühr
0,00 €0,5 Prozent Negativzinsen p.a. ab einer Cashquote von 15%
Kosten / Order
4,00 €
Hohe Gebührentransparenz
Sehr schnelle Kontoeröffnung
Große Auswahl an Wertpapieren
Negativzinsen ab 15% Cashquote
Kein Demokonto
Funktionen
Aktienhandel
ETF
Sparpläne
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Einzahlungsmöglichkeiten
Gesamtkosten / Jahr
40,00 €
Jahresgebühr
-0,5 %
0,5 Prozent Negativzinsen p.a. ab einer Cashquote von 15%
Depoteröffnung
0,00 €
Mindesteinlage bei Eröffnung
0,00 €
Ordergebühren Telefon
Ordergebühren Post
Finanzaufsicht
Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)
Bank
Smartbroker
Anschrift
Michaelkirchstraße 17 / 18
10179 Berlin
Web
XETRA Handel
Xetra
4,00 €
4,00 Euro Provision je Order, zzgl. etwaiger Fremdspesen und - gebühren
Midestgebühren
Maximalgebühr
98,53 €
Belgien Handel
Belgien
0,1 % + 9,00 €
Midestgebühren
20,00 €
Maximalgebühr
Dänemark Handel
Dänemark
0,1 % + 9,00 €
Midestgebühren
250,00 €
Maximalgebühr
Finnland Handel
Finnland
0,1 % + 9,00 €
Midestgebühren
25,00 €
Maximalgebühr
Frankreich Handel
Frankreich
0,1 % + 9,00 €
Midestgebühren
20,00 €
Maximalgebühr

Einfaches Gebührenmodell

Viele Online Broker werben mit einem kostenlosen Gebührenmodell, welches aber immer häufiger an bestimmte Voraussetzungen geknüpft ist. Bei anderen Konkurrenten wird auf diese Werbeversprechen zugunsten einer Depotführungsgebühr verzichtet. Anders dagegen Smartbroker: Die Wertpapierverwahrung und Depot-Führung ist ohne Einschränkungen kostenlos. Im Vergleich zu vielen anderen Anbietern ergibt sich hier also zweifelsohne ein Vorteil, der schnell dreistellige Eurobeträge jährlich ausmachen kann.

Die aktuellen Gebühren von Smartbroker im Überblick:

Depotführung: 0,00 Euro
Guthabenzinsen: 0,00%
Orderkosten (pauschal): 4,00 Euro
Order mit einem Kurswert von 12.000 Euro: 4,00 Euro
Order mit einem Kurswert von 6.000 Euro: 4,00 Euro
Order mit einem Kurswert von 2.500 Euro: 4,00 Euro
Ausführung eines ETF-Sparplans: 0,2%, mindestens 0,80 Euro
Volumenentgelt: 0,00 Euro

Gebühren für das Smartbroker Depot

In den letzten Jahren haben viele Broker ihre Gebührenordnungen überarbeitet – in der Regel nicht zum Vorteil der Kundschaft. Denn üblich ist bei immer mehr Anbietern eine Depotführungsgebühr, die sich entweder prozentual am Volumen des Depots orientiert oder aber pauschal monatlich entrichtet werden muss. Smartbroker konnte seit dem Start Ende 2019 darauf verzichten: Eine Gebühr für das Depot muss nicht gezahlt werden, es bleibt bei 4 Euro pro Order für die meisten Transaktionen. Die Ersparnis ist nicht zu unterschätzen, je nach Gebühren und Größe des Depots können sich jährlich bei vielen Konkurrenten dreistellige Eurobeträge aufsummieren.

Kosten für Order

Auch bei den Gebühren für die Ausführung einer Order hält sich Smartbroker an ein günstiges und übersichtliches Preismodell: Beim börslichen Handel im Inland, was die Handelsplätze Berlin, Düsseldorf, Frankfurt Scoach/Xetra, Hamburg, Hannover, München und Stuttgart umfasst, werden nur 4 Euro für jede Transaktion fällig – unabhängig vom Ordervolumen. Diese geringe Order-Provision erscheint im aktuellen Tarifgefüge konkurrenzlos. Selbst Anbieter, die hier auf prozentuale Kosten setzen, erheben eine Mindestgebühr, die jene von Smartbroker geforderte Summe in der Regel bereits deutlich übersteigt. Zudem sollten Sie berücksichtigen, dass bei einer anteiligen Provision hohe Volumina in besonderem Maße belastet werden. Bei Smartbroker ist das Gegenteil der Fall, denn Order ab 500 Euro, die über Lang & Schwarz abgewickelt werden, kosten pauschal nur 1 Euro – der außerbörsliche Direkthandel über LS-Exchange ist also besonders günstig. Bei der Nutzung von Gettex entfällt die Provision ab einer Summe von 500 Euro gar vollständig.

Zudem arbeitet Smartbroker mit sogenannten Premiumpartnern zusammen, wozu die Unternehmen HSBC, Morgan Stanley und Vontobel zählen. Auch hier gilt ab einer Summe von 500 EUR, dass überhaupt keine Provisionen mehr gezahlt werden müssen. Darunter bleibt es bei dem üblichen pauschalen Satz von 4 Euro pro Order.

Anders sieht es allerdings aus, wenn Sie im Ausland handeln möchten: Hier fallen 9 Euro pro Order an – was immer noch als moderat zu betrachten ist, aber kein konkurrenzlos gutes Angebot mehr darstellt. Denn hier gibt es durchaus vergleichbare Konkurrenten, die einen Handel zu geringeren Pauschalbeträgen ermöglichen.

Verzinsung auf dem Verrechnungskonto

Leider können durchaus Guthabenzinsen berechnet werden. Als sogenanntes Verwahrentgelt werden 0,5 % p.a. ab 15 % Cashquote fällig. Diese Cashquote meint das Verhältnis zwischen dem Depot- und Cashbestand auf dem Konto. Natürlich können Sie diese Gebühren leicht umgehen, indem Sie ganz einfach darauf verzichten, liquide Mittel bei Smartbroker zu parken. Erwähnt werden sollte dieser Aspekt natürlich trotzdem, denn viele andere Konkurrenten berechnen ein ebensolches Entgelt oder Guthabenzinsen. Für die verfügbaren Finanzmittel müssen Sie sich also gegebenenfalls einen weiteren Anbieter suchen, der zumindest aktuell noch auf Guthabenzinsen oder ein Verwahrentgelt verzichtet.

ETFs und ETF Sparpläne bei Smartbroker

Nach eigenen Angaben bietet Smartbroker über 18.000 Fonds, was neben Fonds-Sparplänen auch ETF-Sparpläne, Aktien-Sparpläne und ETC-Sparpläne enthält. Kostenlos sind hierbei allerdings in erster Linie die Depotgebühren, wie es ohnehin zum Geschäftsmodell des Anbieters gehört. Für den Kauf müssen 0,2 % des Orderwertes gezahlt werden, der Mindestbetrag liegt bei 0,80 Euro je Order. Auch wenn es sich letztlich um kein gänzlich kostenloses Angebot handelt, fallen die Gebühren natürlich sehr gering aus – bei den meisten Konkurrenten haben sich 1,50 Euro als Untergrenze etabliert. Nur wenige Anbieter erlauben ein kostenfreies ETF-Depot mit vergleichbarer geringen Gebühren. Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass relativ hohe Sparraten bei einem ETF-Sparplan von Smartbroker durchaus teuer werden können: Bei einer Sparrate von 1.000 Euro müssen schon 2,50 Euro je Order gezahlt werden. Einige andere Anbieter beschränken sich auf etwas niedrigere Pauschalen für Fonds-Sparpläne. Für die meisten Sparer dürften die Fonds-Sparpläne von Smartbroker allerdings konkurrenzlos günstig sein.

Mindestens genauso erfreulich ist es, dass die ETF-Sparpläne bereits ab 25 Euro Sparbetrag pro Monat beginnen, die Obergrenze liegt bei 3.000 Euro monatlich. Der Mindestbetrag fällt im Vergleich zu vielen Wettbewerbern sehr gering aus, was den Abschluss eine entsprechenden Sparplanes auch für wenige versierte Kunden interessant macht. Die notwendigen Informationen zum passenden ETF-Sparplan müssen allerdings an anderer Stelle eingeholt werden, denn eine Beratung gibt es durch Smartbroker nicht.

Mehr zum Smartbroker Depot

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Smartbroker Depot
Übersicht: Smartbroker, die Innovation seit 2019 Das Depotkonto von Smartbroker ermöglicht Einsteigern und Experten den Wertpapierhandel an allen deutschen und zahlreichen ausländischen Börsenplätzen. Der junge Broker ist erst seit Ende 2019 aus Deutschlands größter Finanzcommunity gewachsen. Hinter ihm stehen die führenden Finanzinformationsdienste Deutschlands: wallstreet:online, ariva.de, börsennews.de und finanznachrichten.de. Die depotführende Bank ist die DAB BNP

Das hat sich seit 2020 geändert

Der Anbieter Smartbroker ist erst seit 2019 aktiv – und ist seitdem im wesentlichen ohne Gebührenanpassungen ausgekommen, sieht man von der temporären Mehrwertsteuersenkung ab, die allerdings jeden anderen Anbieter auch betraf. Im letzten Jahr konnten die Gebühren sogar gesenkt werden, der ETF-Handel ist seitdem ab einem Ordervolumen von 500 Euro über Gettex kostenfrei möglich. Hier zeigt sich, dass Smartbroker bereit ist, den Wettbewerb mit anderen günstigen Online-Brokern aufzunehmen. Es bleibt nur zu hoffen, dass sich der Broker weiterhin gegen den Trend stellt und auf üppige Gebühren vor allem für Transaktionen verzichtet.

Auf dieser Aspekte ist bei der Nutzung von Smartbroker zu achten

Bei einem Blick auf die Gebührenordnung fällt bereits die Übersichtlichkeit auf: Während bei vielen Konkurrenten seitenlange Erklärungen und Preistabellen zu verschiedenen Tarifmodellen folgen, müssen Sie bei Smartbroker nur sehr wenige Zahlen kennen. Die Gebührenstruktur ist zudem transparent und aufgrund der pauschalen Preise einfach verständlich. Das macht es auch relativ einfach, den Anbieter mit den Konkurrenten zu vergleichen – was Sie bereits vor der Öffnung eines Depots tun sollten. Denn berücksichtigt werden sollte, dass die attraktiven Kosten für eine Order nur im Inland gelten. Bereits auf europäischen Handelsplätzen erhöhen sich die Transaktionsgebühren in einer Weise, dass nicht mehr in jedem Fall vom günstigsten Angebot ausgegangen werden kann.

Was Sie allerdings berücksichtigen sollten: Die günstigen Preise für ETF-Sparpläne, Fonds-Sparpläne und dem Handel über LS Exchange kommen nicht von ungefähr. Denn Beratung wird im Prinzip keine geboten – der Anbieter setzt hier vollkommen auf die Eigenverantwortlichkeit der Kunden, die aus den mehr als 18.000 Fonds für sich selbst das passende Produkt heraussuchen müssen. Ein Vorteil besteht zweifelsohne darin, dass Sie aufgrund der großen Auswahl in keinster Weise eingeschränkt sind. Wenn Sie sich im Vorfeld noch nicht im klaren darüber sind, mit welchen ETFs Sie konkret handeln möchten, kann eine Registrierung bei Smartbroker erst Recht interessant sein.

Smartbroker Depot besonders für größere Anlagesummen interessant

Bei vielen Anbietern hängen die Kosten von der Größe des Depots ab. Zudem werden auch die Kosten je Order anhand des Ordervolumens berechnet. Konkret führt dies dazu, dass größere Geldanlagen höher belastet werden. Bei Smartbroker ist dies anders, aufgrund der pauschalen Provision profitieren Sie in besonderem Maße, wenn hohe Beträge umgesetzt werden. Bei dem Aufbau eines ETF-Depot gilt dies besonders, wie die geringen Kosten von nur einem 1 Euro ab einer Summer von 500 Euro über LS Exchange zeigen. Auch die Tatsache, dass keinerlei Beratung angeboten wird, zeigt die Fokussierung auf versierte Kunden – die ihre liquiden Mittel besser woanders unterbringen. Denn ansonsten werden leider auch bei Smartbroker Guthabenzinsen berechnet.

Fazit – geringe Gebühren für das ETF-Depot, fehlende Beratung

Egal ob der Handel über LS Exchange, der Abschluss diverser Fonds-Sparpläne oder das individuelle Füllen des ETF-Depot: Das von der französischen Großbank BNP Paribas in Zusammenarbeit mit der capital AG initiierte Projekt namens „Smartbroker“ setzt auf sehr geringe Gebühren und ein hohes Maß an Transparenz bei der Kostengestaltung. Die meisten Transaktionen lassen sich für nur 4 Euro bearbeiten; bei höheren Summen können die Kosten sogar vollständig entfallen. Die einzige Ausnahme hierbei ist die Berechnung der Guthabenzinsen, die mit 0,5 % sogar relativ hoch ausfallen können. Berechnet wird dieses sogenannte Verwahrentgelt anhand der Cashquote zum Depotwert. Es ist also ratsam, möglichst hohe Summen anzulegen oder des nicht investierte Kapital bei einem Wettbewerber zu verwahren, der noch keine Zinsen berechnet.

Beachtet werden sollte allerdings, dass abgesehen von den FAQs auf der Internetpräsenz des Unternehmens keinerlei Beratungsleistungen angeboten werden. Wenn Sie sich für ein ETF-Depot oder ETF-Sparpläne entscheiden möchten oder ganz einfach über LS Exchange mit Wertpapieren handeln wollen, dann sollten Sie entweder bereits über die entsprechende Expertise verfügen oder aber die Beratungsleistungen an anderer Stelle einholen.

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Sehr Gut
Gebühren
Monatsgebühr 10 von 10
Ordergebühren 18 von 20
Investment-Produktangebot
Aktien, Anleihen & Sparpläne 20 von 20
Derivate 10 von 10
Fonds & ETFs 22 von 22
Internationale Börsen 0 von 6
Apps
Apps 0 von 8
Punktzahl 83 von 101
Note 1,8
Jahresgebühr
0,00 €0,5 Prozent Negativzinsen p.a. ab einer Cashquote von 15%
Kosten / Order
4,00 €
Hohe Gebührentransparenz
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Große Auswahl an Wertpapieren
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ETF
Sparpläne
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Einzahlungsmöglichkeiten
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Jahresgebühr
-0,5 %
0,5 Prozent Negativzinsen p.a. ab einer Cashquote von 15%
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Web
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4,00 Euro Provision je Order, zzgl. etwaiger Fremdspesen und - gebühren
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Maximalgebühr
98,53 €
Belgien Handel
Belgien
0,1 % + 9,00 €
Midestgebühren
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Maximalgebühr
Dänemark Handel
Dänemark
0,1 % + 9,00 €
Midestgebühren
250,00 €
Maximalgebühr
Finnland Handel
Finnland
0,1 % + 9,00 €
Midestgebühren
25,00 €
Maximalgebühr
Frankreich Handel
Frankreich
0,1 % + 9,00 €
Midestgebühren
20,00 €
Maximalgebühr
Über die Autorin
Lisa Hofmann
Lisa Hofmann hat im Oktober 2020 ihren Bachelor of Arts in British American Studies mit Nebenfach Verwaltungswissenschaft erhalten und ist seit November 2020 Teil der qmedia-Redaktion. Im Oktober 2021 begann sie zusätzlich ein Masterstudium an der Universität zu Köln.
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