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Börse Leipzig

Handel an der Strombörse Leipzig
Die Strombörse European Energy Exchange (EEX) mit ihrem Hauptsitz in Leipzig bündelt, ähnlich wie eine Wertpapierbörse Wertpapiere zusammenfasst, das Energieangebot und die Nachfrage europäischer Staaten. Begonnen hat der Handel mit Strom der drei Staaten Deutschland, Österreich und Frankreich. Schließlich wurde er auf immer mehr Staaten erweitert. Die Produkte sind heute Strommengen in einer definierten Zeiteinheit, aber auch Erdgas, CO₂-Emissionsrechte, Fracht- und Agrarprodukte, Metalle und Herkunftsnachweise für Grünstrom. Der Handel erhöht die Liquidität der jeweiligen Güter und senkt die Transaktionskosten.
Organisation der EEX (Börse Leipzig)
Die EEX ist eine öffentlich-rechtliche Institution, die dem deutschen Börsengesetz unterliegt. Als Träger der Börse fungiert eine privatrechtliche Aktiengesellschaft – die EEX AG mit Hauptsitz in Leipzig, die mehrheitlich durch die Deutsche Börse gehalten wird.
Im Jahr 2026 verbindet die EEX Group ein Netzwerk von über 1.000 Handelsteilnehmern weltweit und beschäftigt fast 1.200 Mitarbeiter an 25 Standorten, davon über 650 direkt in Leipzig.
Die EEX bietet auch den Trade Registration Service für den OTC-Handel an. Diese außerbörslich getätigten Geschäfte können zum Clearing registriert werden. Die EEX AG hat ihren Sitz im Leipziger City-Hochhaus am Augustusplatz.
Die EEX ist eine reine Großhandels- und Institutionenbörse. Privatanleger haben keinen direkten Zugang.
Geschichte der Leipziger Börse
In Leipzig wurde 1678 durch Kaufleute der Bau der „Alten Handelsbörse“ beschlossen. Den Bau gibt es noch, er gehört heute zu den ältesten Leipziger Barockbauwerken. Die Kaufleute haben sich im 17. Jahrhundert schon länger zentral getroffen, um börsenähnliche Handelsgeschäfte zu tätigen, die aber nicht den administrativen Status anderer Börsen wie in Frankfurt am Main oder Stuttgart erlangten. Die alte Handelsbörse war dennoch über zweieinhalb Jahrhunderte ein Kaufmannstreff, bot einen Redoutensaal und war der Ort für wichtige Auktionen.
Es gab Unterbrechungen durch die Befreiungskriege Anfang des 19. Jahrhunderts. Bei einer Wiedereröffnung 1816 wurde die Alte Handelsbörse umgebaut und erhielt eine teilweise veränderte Architektur. Nach 1850 wurde sie zu klein. Die Leipziger Stadtväter und Kaufleute beschlossen den Bau der Neuen Börse Leipzig. Das hing auch mit der wachsenden Bedeutung Leipzigs als Messestadt zusammen. Die Neue Börse Leipzig wurde 1884 – 1886 gebaut, während die Alte Börse in Leipzig fortan ein Sitzungslokal für Stadtverordnete war. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude zerstört, danach aber wieder aufgebaut und (bis heute) für kulturelle Zwecke genutzt. Die Neue Börse wurde ebenfalls vollständig durch alliierte Luftangriffe zerstört und nicht wieder aufgebaut. Es entstanden hier andere Bauwerke. Der Börsenhandel in Leipzig bezog sich immer auf die Aktivitäten von Kaufleuten, vorrangig während der Leipziger Messe. So hatte auch die Geschichte anderer Börsen in Deutschland begonnen, die heute Börsenhandelsplätze im tatsächlichen Sinne sind.
Heute ist in Leipzig der Hauptsitz der EEX AG, also der Betriebsgesellschaft der EEX‑Börse. Sie ist 2002 aus einer Fusion der LPX (Leipzig Power Exchange) und der EEX hervorgegangen. Seither erfreut sie sich großen Wachstums. Im Jahr 2015 übernahm die EEX Powernext in Paris und erwarb darüber hinaus einen Mehrheitsanteil an der EPEX Spot, wodurch sie 50 % der Anteile der dänischen Gasbörse GasPoint Nordic erhielt. 2016 folgten die Übernahme der tschechischen Power Exchange Central Europe (PXE) und die der Warenbörse CLTX in Singapur, wodurch eine Stärkung der Geschäfte in Asien erfolgte. Ein Jahr später gelang auch der Einstieg in den nordamerikanischen Markt durch die Übernahme der Nodal Exchange.
Im Geschäftsjahr 2025 erzielte die EEX Group einen Rekordumsatz von 737 Millionen Euro und ein EBIT von 394 Millionen Euro.
Kontaktdaten EEX
European Energy Exchange AG
Augustusplatz 9
04109 Leipzig, Germany
Tel.: +49 341 2156-0








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