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Geldanlage für Studenten
Empfehlenswerte Depotkonten für Studierende
| Handelsplatz: | Gettex |
|---|---|
| Orderpreis: | |
| ab 500 €: | |
| bis 500 €: 0,95 € | |
| Hinweis: | |
| Ab 500 € Ordervolumen entfällt die Grundgebühr von 1 €. | |
| Handelsplatz: | Lange & Schwarz Exchange |
|---|---|
| Orderpreis: | 1 € |
| Handelsplatz: | Gettex |
|---|---|
| Orderpreis: | 0,99 € |
| Handelsplatz: | Gettex |
|---|---|
| Orderpreis: | 5,90 € |
| Hinweis: | |
| Transaktionsentgeltpauschale beträgt 2,00 € | |
In der heutigen Zeit wird es immer offensichtlicher, dass jeder möglichst früh anfangen sollte, sich über sinnvolle Geldanlagen Gedanken zu machen. Nur so können Geldsorgen im Alter vermieden werden. Erst im Berufsleben damit anzufangen, ist nicht empfehlenswert.
Wir zeigen, wie auch Studenten investieren können und mit wie viel Geld bereits eine gute Rendite erzielt werden kann.
Deshalb sollten Studenten bereits mit der Geldanlage starten
Vielen Studenten steht nur wenig Geld zur Verfügung, und sie kommen dank BAföG oder familiärer Unterstützung gerade so über die Runden. Warum sollten sie sich also überhaupt mit dem Thema Geldanlage beschäftigen? Auch der erwartete Zeitaufwand, um sich über die Grundlagen der Geldanlage zu informieren, schreckt viele ab.
Wer als Student investiert und über 15.000 € (bzw. 45.000 € ab 30 Jahren) anspart, verliert den BAföG-Anspruch für den übersteigenden Betrag.
Die scheinbar endlosen Anlagemöglichkeiten für Anfänger wirken oft unüberschaubar.
Doch die Antwort auf die Frage ist offensichtlich: Wer früher anfängt, Geld anzusparen oder – besser noch – zu investieren, profitiert von einem entscheidenden Effekt: Dem Zinseszins. Im Folgenden soll ein Beispiel genauer aufzeigen, inwiefern der sogenannte Zinseszinseffekt so wichtig ist.
Der Zinseszinseffekt – 2 Beispiele
Anhand der Gegenüberstellung von zwei Szenarien wird die Bedeutung von frühzeitigem Investieren besonders deutlich:
Beispiel 1: Investieren im Studium
Für das folgende Beispiel nehmen wir an, dass ein Student, 23 Jahre alt, einen ETF-Sparplan abschließt. Um mit Zahlen rechnen zu können, sei eine Wertentwicklung von 6 % jährlich gegeben, was mit Blick auf aktuelle Marktentwicklungen sogar eher konservativ ist.
Die Verwaltung des ETFs kostet im Jahr nur circa 0,2 % Verwaltungsgebühren. Diese günstigen Kosten machen einen entscheidenden Vorteil gegenüber den aktiv verwalteten Investmentfonds aus, die daher deutlich teurer sind. Das ist mit ein Grund, weshalb ETFs gerade bei Einsteigern beliebt sind und auch für junge Sparer empfehlenswert sind.
Für unser Beispiel gehen wir von einer monatlichen Sparrate von 100 € über einen Zeitraum von 40 Jahren aus. Insgesamt hat der Anleger in dieser Zeit 48.000 € aus eigener Tasche eingezahlt. Bei einer realistischen, durchschnittlichen Markt-Wertentwicklung von 6 % pro Jahr abzüglich jährlicher Fondskosten verfügt der Anleger am Ende über ein Endvermögen von rund 175.000 €. Nach Abzug der eigenen Einzahlungen (48.000 €) hat der Anleger somit eine reine Rendite (Gewinn vor Steuern) von rund 127.000 € erzielt. Aufgrund veränderlicher Steuergesetze ist die Abgeltungsteuer in dieser Rechnung noch nicht berücksichtigt.
Aber: Über eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung (NV-Bescheinigung) können Erträge bis zum jährlichen Grundfreibetrag (12.348 € im Jahr 2026) völlig steuerfrei eingenommen werden.
Beispiel 2: Investieren erst im Berufslben
In diesem Beispiel war der Sparer nicht so diszipliniert wie der Student aus dem ersten Szenario. Der Sparer hier fängt erst mit 43 Jahren an, Geld zu investieren, und profitiert daher deutlich weniger vom Zinseszinseffekt.
Zahlt auch er monatlich 100 € in den gleichen ETF-Sparplan ein, kommt er bis zu seinem 63. Lebensjahr auf eine eigene Einzahlungssumme von insgesamt 24.000 € in 20 Jahren. Bei der gleichen durchschnittlichen Wertentwicklung von 6 % pro Jahr wächst sein Depot am Ende auf rund 45.500 € an, was einem Reingewinn von etwa 21.500 € entspricht.
Obwohl dieser Sparer mit 24.000 € exakt die Hälfte dessen einzahlt, was er im 40-Jahre-Szenario angespart hätte, erzielt er am Ende nicht einmal ein Sechstel der Rendite (21.500 € statt 127.000 €)
Der Grund dafür ist, dass beim Zinseszinseffekt die Renditen nicht nur auf das eingezahlte Kapital, sondern auch auf bereits erwirtschaftete Erträge gezahlt werden. Wer später startet, verliert diesen Hebel spürbar: Um am Ende des 20-jährigen Anlagezeitraums dieselbe Gesamtsumme von 175.000 € zu erreichen, muss der 43-jährige Sparer monatlich stolze 385 € aufwenden – während dem jüngeren dafür dank des Zinseszinses über 40 Jahre hinweg nur 100 € im Monat reichen.
Worin sollten Studenten investieren?
Es gibt keine allgemeingültige Antwort darauf, welche Anlageklasse sich am besten eignet. Wichtig ist es, dass man die Anlageklasse der eigenen Anlagestrategie, der Risikoaffinität und der aktuellen und voraussichtlichen Lebenssituation anpasst.
Studenten und Berufseinsteiger sind in der Regel risikoscheu, da sie keine hohen Verluste verkraften können. Zudem steht ihnen meist nur ein geringer Betrag zur Verfügung, auf den regelmäßig oder langfristig verzichtet werden kann.
Diese beiden Faktoren scheinen sich auf den ersten Blick im Weg zu stehen: Um das Risiko zu senken, das man auf dem Kapitalmarkt eingeht, sollte man ein diversifiziertes Portfolio erstellen und dafür sorgen, dass im Depot eine hohe Anzahl verschiedener Anlageformen vertreten ist. Diese Art der Risikoabsicherung bringt jedoch hohe Kosten mit sich. Jede Transaktion kostet den Anleger nämlich Gebühren. Und alle Gebühren, die für Kauf und Verkauf sowie für die Depotführung anfallen, schmälern die Rendite.
Deshalb ist es für Studenten sinnvoll, etwa in Aktienfonds zu investieren, da das Risiko hierbei durch eine einzige Anlage bereits auf mehrere Produkte verteilt wird und sich dadurch verringert. Dabei ist es wichtig, nicht in einen aktiv gemanagten Investmentfonds zu investieren, sondern auf einen ETF auszuweichen, da die Verwaltungsgebühren dafür deutlich niedriger ausfallen. Wie im vorausgegangenen Beispiel ist für Studierende ein ETF-Sparplan eine echte Möglichkeit, um monatlich schon mit geringem Kapital zu investieren.
Schon als Student investieren: Diese Voraussetzungen sollten Sie beachten
Bevor man mit dem Vermögensaufbau beginnen kann, müssen einige finanzielle Voraussetzungen erfüllt werden. Eine der wichtigsten Regeln lautet dabei, nur das Geld zu investieren, auf das kurzfristig bis längerfristig verzichtet werden kann. Gerade bei einem ETF-Sparplan beispielsweise ist es wichtig, im Vorhinein einzuschätzen, was für eine monatliche Sparrate realistisch möglich ist.
Noch wichtiger ist, einen ausreichenden finanziellen Puffer angespart zu haben. Nur so können Sie liquide bleiben, falls es zu unerwarteten Ausgaben kommt. Ob nun die Waschmaschine kaputtgeht, ein neues Möbelstück gebraucht wird oder bei einem Umzug eine hohe Kaution hinterlegt werden muss – nur mit finanziellen Rücklagen kann all dies gestemmt werden.
Um also solch kurzfristige finanzielle Engpässe zu vermeiden, empfehlen Experten ein Polster von mindestens 3–5 Monatsausgaben. Erst, wer das angespart hat, kann sich um die Geldanlage für die Zukunft Gedanken machen.
Alle Gebühren schmälern die Rendite
Da alle Gebühren rund um die Anlage eine Minderung der Rendite darstellen, sollten gerade Studenten mit wenig Kapital darauf achten, wie hoch die Gebühren für ihr Depotkonto ausfallen. Dabei ist es einerseits wichtig, ein kostenloses Depot zu eröffnen. Andererseits sind auch die Handelsgebühren entscheidend.
Deshalb empfiehlt sich ein kostenloser Depot-Vergleich, bei dem Sie die Gebühren verschiedener Anbieter im direkten Vergleich sehen und so das für Sie geeignete Wertpapierdepot finden.
Informieren Sie sich im Vorhinein, welche Anlageklasse am wenigsten Kosten mit sich bringt.
Vorsicht ist geboten bei sogenannten Hebelprodukten (wie Optionsscheinen, Zertifikaten oder CFDs): Diese werden oftmals damit beworben, dass sie schon bei einem geringen Kapitaleinsatz zu hohen Renditen führen. Gleichzeitig bergen sie jedoch ein großes Verlustrisiko und sind nicht für Anfänger geeignet.
Fazit: Wer früher spart, profitiert im Alter
Das vorausgegangene Beispiel hat deutlich gemacht, dass sich der Zinseszinseffekt sehr positiv auf Ihre Anlage auswirkt – insbesondere dann, wenn Sie frühzeitig anfangen zu sparen. Dem Argument vieler junger Menschen, dass sie nicht genug Geld haben, um zu investieren, kann damit entgegnet werden, dass sich auch für geringe Anlagesummen schon ab etwa 50 € im Monat große Renditen erzielen lassen. Mittlerweile gibt es auch einige ETF-Sparpläne, die bereits ab einer monatlichen Mindestsparrate von nur 1 € beginnen.
Da viele Studenten und Berufseinsteiger auch davor zurückschrecken, wie umfangreich das Thema der Geldanlage ist, bietet unser Ratgeber gezielt für diese Personengruppe einige Tipps und Ratschläge, wie sie am besten investieren können, welche Finanzprodukte sich anbieten und wie der Einstieg gelingt.