Depot Vergleich: So finden Sie das beste Wertpapierdepot

Das Depotkonto ist eine wichtige Grundlage, damit Sie später Aktien, Rentenpapiere oder sonstige Wertpapiere kaufen und auch wieder verkaufen können. Vor dem Eröffnen eines Wertpapierdepots sollte unbedingt ein Depot-Vergleich durchgeführt werden, denn bei den Konditionen unterscheiden sich Banken und Broker teilweise erheblich. mehr …

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Depot – die Grundlage für den Handel an der Börse

In Zeiten, in denen die Zinsen extrem niedrig sind und zum Teil schon negativ ausfallen, verspricht der Handel mit Wertpapieren wie Aktien, Anleihen oder Fonds attraktive Gewinne. Doch Voraussetzung dafür Wertpapiere zu kaufen und verkaufen zu können, ist ein Depotkonto. Wir erklären Ihnen, worauf es bei einem Depot ankommt, wie Sie das beste Depotkonto finden und wie Sie ganz unkompliziert ein neues Depot eröffnen können.

Was ist ein Depotkonto?

Um Wertpapiere zu kaufen und verkaufen zu können, reicht ein Girokonto nicht aus. Der Handel mit Wertpapieren ist nur über ein Depotkonto bzw. Depot möglich. Im Depot verwalten Sie Ihre Wertpapiere und haben eine Übersicht über alle gekauften und verkauften Wertpapiere. Über unterschiedliche Handelsplätze können Sie Wertpapierkäufe und -verkäufe tätigen. Die Bank verbucht die gekauften Wertpapiere in Ihrem Depot und verrechnet die Gewinne (oder Verluste) über ein Verrechnungskonto.

Angeboten werden Depotkonten von Filial- und Direktbanken. Außerdem können Sie auch beim Online Broker ein Online Depot eröffnen.

Da sich in den letzten Jahren die Abwicklung des Wertpapierhandels immer mehr ins Internet verlagert hat, sind viele der sehr guten Depots bei Direktbanken und Online Brokern zu finden. Außerdem sind die Online Depots bei Direktbanken und Online Brokern in der Regel deutlich günstiger als bei Filialbanken.

Warum ist ein Depot-Vergleich wichtig?

Angebote für Depotkonten gibt es zahlreich. Doch je nach Anbieter unterscheiden sich die Konditionen zum Teil enorm. Dabei geht es nicht alleine um die Gebühren, sondern auch um die unterschiedlichen Leistungen und Services, die das Depot bietet. Mit einem Depot Vergleich können Sie einen guten Überblick über die unterschiedlichen Angebote bekommen und das Depot finden, das am besten zu Ihren Bedürfnissen passt. Der Vergleich ermöglicht es Ihnen 20 oder mehr Angebote der Banken und Broker innerhalb weniger Sekunden miteinander vergleichen.

Wichtig ist ein solcher Vergleich insbesondere deshalb, weil es bei den Anbietern bezüglich der Konditionen große Unterschiede geben kann. Insbesondere der Kostenfaktor ist für Trader ein Hauptgrund sich für oder gegen ein Depot zu entscheiden. Dieser setzt sich allerdings aus mehreren unterschiedlichen Gebühren zusammen, wie einer möglichen Kontoführungsgebühr und den Kosten pro Order. Vor allem für Kunden, die viele Order pro Jahr durchführen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Kostenstruktur und es lassen sich mehrere Hundert Euro pro Jahr einsparen.

Ein Depot Vergleich bietet Ihnen die Möglichkeiten:

  • das günstigste Angebot zu finden und Kosten einzusparen
  • Broker / Bank mit umfangreichen Leistungen zu identifizieren
  • Anbieter mit umfangreichem Service zu finden
  • passende Handelsplattform zu nutzen

Welches Depot sich letztendlich für Sie am besten eignet, ist immer abhängig von Ihrem Trading-Verhalten. Der wichtigste Faktor in puncto Depotgebühren sind die Ordergebühren, sie machen ein Depot langfristig günstig oder teuer. Vor allem bei mehreren hundert oder tausend Euro Ordervolumen schlagen diese Gebühren stark zu Buche. Daher ist es extrem wichtig vor der Eröffnung eines Online Depots das eigene Trading-Verhalten zu analysieren und das Depot auf dieser Grundlage auszusuchen.

Was es bei der Auswahl des Depots zu beachten gibt

Wenn Sie mit Wertpapieren handeln möchten, sollten Sie ein Depot finden, mit dem Sie gut zurecht kommen. Die Angebote an Depotkonten sind vielfältig, aber nicht alle eignen sich für jeden. Insbesondere Einsteiger sollte einige Merkmale berücksichtigen, wenn sie sich für ein neues Depot entscheiden:

⇒ Verlässlichkeit durch Gebührentransparenz

Essentiell ist die Gebührentransparenz bei einem Depotkonto. Die Depots unterscheiden sich zum Teil stark in Hinblick auf die anfallenden Kosten. Und ein Anbieter, der mit einem kostenlosen Aktiendepot wirbt, ist nicht immer auch der günstigste. Die Werbung der Kostenfreiheit bezieht sich meist nur auf die fehlenden Verwaltungskosten. Nicht übersehen werden darf dabei aber, dass natürlich auch noch Gebühren für Transaktionen anfallen und dass es noch weiteren Nebenkosten geben kann. Diese Kosten müssen alle in das Gesamtbild einfließen und transparent dargestellt werden, damit für den Anleger ein Vergleich der Online Depots auch möglich ist.

⇒ Sicherheit des Depots durch Regulierung und Einlagensicherung

Damit Anleger bei einer Insolvenz der Bank oder des Brokers keine Verluste einfahren, muss das Depot durch die europäische Einlagensicherung geschützt sein. Wichtig ist außerdem die Regulierung durch die EU-Finanzaufsichtsbehörde. Wenn das Depot diese beiden Sicherheiten bieten kann, handelt es sich um einen seriösen Anbieter.

⇒ Angebot eines kostenlosen Demokontos

Der Anbieter sollte auf jeden Fall ein kostenloses Musterdepot oder Demokonto im Repertoire haben. Ein solches Konto ermöglicht die Simulation von Transaktionen und die Beobachtung der Kursentwicklung ohne tatsächlich Geld zu investieren. Vor allem, wenn neu in den Aktienhandel einsteigt, hilft es, den Markt und die Abläufe des Handels zunächst einmal auf einem sicheren Terrain kennenzulernen und fiktiv zu handeln, ohne dabei das Risiko eines Verlustes einzugehen. Aber auch, wer länger schon dabei ist, profitiert von einem Musterdepot, denn hier kann man sich gefahrlos an neue Wertpapierarten heranwagen und neue Anlagestrategien testen.

⇒ Umfassende Anzahl an Handelsplätzen

Ein weiteren wichtiges Kriterium, bei der Auswahl des Depot Anbieters ist die Anzahl der Handelsplätze. Idealerweise ist auch der Handel an internationalen Handelsplätzen möglich. Wie beispielsweise an der Börse in New York, London oder Tokio.

⇒ Große Fonds-Auswahl

Auch eine Vielfalt an Fonds ist wichtig. Anleger sollten die Möglichkeit haben, zwischen zahlreichen Fonds auszuwählen und neben den herkömmlichen Investment- und Rentenfonds auch auf ETFs und Indexfonds handeln zu können. Eine große Auswahl an Fonds macht Anleger flexibler und bietet die Möglichkeit, die Anlagen breit zu streuen und damit das Verlustrisiko zu minimieren.

⇒ Umfassender Service und gute Beratung

In Sachen Service und Beratung lagen die Direktbanken und Online Broker lange hinter den Filialbanken zurück. Inzwischen ist das Service-Angebot deutlich ausgebaut worden. Kunden bekommen auch bei Online-Anbietern inzwischen umfassende persönliche Beratung, entweder per E-Mail, Telefon oder möglicherweise sogar im Video-Call. Wichtig ist dabei auch, dass der Anbieter gut erreichbar ist und neben dem Trading-Geschäft den Kunden auch allgemeine Informationen zum Aktienhandel bietet und möglicherweise sogar Tutorials rund um das Thema Wertpapierhandel.

⇒ Deutschsprachiges Angebot, Missverständnisse vermeiden

Sinnvoll ist es auch, sich für ein Depot zu entscheiden, bei dem das gesamte Angebot in deutscher Sprache verfügbar ist. Es gibt auch einige Anbieter, deren Angebote (zum großen Teil) auf Englisch sind. Wer Englisch jedoch nicht vollkommen sicher beherrscht, der ist besser damit beraten, sich für ein deutschsprachiges Angebot zu entscheiden. Schon kleine Un- oder Missverständnisse können andernfalls zu hohen Verlusten führen.

Welche Kosten fallen beim Depot an?

Auch wenn der Aktiendepot Vergleich nicht nur die Kosten, sondern ebenfalls Leistungen, Services und die Einlagensicherung beinhalten sollte, so fällt das Hauptaugenmerk natürlich in erster Linie auf die Konditionen. Immerhin möchten die meisten Anleger durch den Depot-Vergleich Kosten einsparen. Daher ist es wichtig, dass Sie sich zunächst darüber informieren, welche Kostenfaktoren im Zusammenhang mit einem Depot und dem Kauf und Verkauf von Wertpapieren anfallen können. In der Übersicht sind es in erster Linie die folgenden Kosten, die auftreten:

  • Depotgebühren
  • Ordergebühren
  • Börsen- und Maklergebühren
  • Kosten für Sonderleistungen

Depotgebühren lassen sich vermeiden

An den Depot- oder Kontoführungsgebühren lässt sich definitiv am leichtesten sparen. Denn während auf der einen Seite insbesondere die Filialbanken häufig noch hohe Gebühren für die Depotführung verlangen, verzichten auf der anderen Seite insbesondere Direktbanken und Online Broker mittlerweile oft auf diese fixe Gebühr. Die Kosten für die Depotverwaltung werden – je nach Bank – pro Monat, einmal pro Quartal oder einmal pro Jahr abgebucht.

Die Gebühren für die Depotführung sind unabhängig von der Nutzung des Wertpapierdepots. Falls sie berechnet werden, handelt es sich um einen festen Betrag, selbst wenn keine Wertpapierkäufe oder Verkäufe anfallen. Da manche Kreditinstitute durchaus zehn Euro und mehr monatlich für die Verwaltung des Online Depots berechnen, lässt sich an dieser Stelle durch einen gezielten Depot-Vergleich und durch ein kostenloses Depot bereits jährlich über 100 Euro einsparen. Und auch wenn die Kosten für die Depotverwaltung auf den ersten Blick nicht besonders hoch erscheinen möchten, lohnt sich die Suche nach einem Depotkonto, das keine solche Gebühren berechnet, denn über die Jahre gesehen können letztendlich doch ziemlich hohe Kosten entstehen.

Ordergebühren – der größte Kostenfaktor beim Aktiendepot

Die Ordergebühren machen den größten Teil der Depotkosten aus. Vor allem dann, wenn Sie häufiger mit Aktien oder anderen Wertpapieren handeln. Bei jedem Kauf und Verkauf werden diese Transaktionsgebühren berechnet, bei denen sich die Anbieter zum Teil erheblich unterscheiden. Im günstigsten Fall zahlen Sie heutzutage unter fünf Euro pro Order, während auf der anderen Seite nicht wenige Kreditinstitute noch mehr als 15 Euro bis hin zu 50 Euro pro Order (oftmals in Abhängigkeit vom gehandelten Gegenwert) verlangen. Wie die Höhe der Ordergebühr berechnet wird, hängt vom Gebührenmodell der jeweiligen Bank ab:

  • Prozentuale Ordergebühr: Die Ordergebühr ist variabel und orientiert sich prozentual am Kurswert des gehandelten Wertpapiers. So können pro Trade z. B. 0,25 % des Kurswertes anfallen.
  • Prozentuale Ordergebühr mit Pauschale: Einige Banken berechnen zusätzlich zu der prozentualen Gebühr noch eine Pauschale, die auf jede Order aufgeschlagen wird. Es kommen also nochmal mehrere Euro pro Order hinzu.
  • Festpreis: Unabhängig davon, wie der Wert des gehandelten Wertpapiers ist, berechnet die Bank einen Festpreis pro Trade. Eine feste Gebühr lohnt sich vor allem für Händler, die häufig ein hohes Ordervolumen handeln.

Börsengebühr: Unterschiedliche Börsen haben unterschiedliche Gebühren

Wertpapiere lassen sich an unterschiedlichen Börsen kaufen und verkaufen. Abhängig davon, an welcher Börse Sie handeln, können daher auch noch Gebühren für die Börse anfallen. Wie hoch diese Kosten sind, ist abhängig davon, an welchem Börsenplatz man handelt und natürlich von der Höhe des Ordervolumens. Börsengebühren oder auch die Maklercourtage sind allerdings nicht abhängig vom Depotanbieter und daher beim Aktiendepot Vergleich eher unbedeutend.

Kosten für Sonderleistungen beim Wertpapierhandel

Neben diesen drei Hauptkosten beim Handel können noch weitere Gebühren anfallen, die unter dem Punk „Kosten für Sonderleistungen“ zusammengefasst werden können. Hier geht es zum Beispiel darum, dass Sie Limit Orders erteilen, für die manche Anbieter zusätzliche Kosten veranschlagen. Außerdem berechnen manche Broker beispielsweise Gebühren für die Gutschrift von Dividenden von Aktien aus dem Ausland. Zusammenfassend gibt es also gerade bei den Kosten einige Punkte, die Sie für die Durchführung eines gezielten Depot-Vergleichs beachten sollten.

So finden Sie ein günstiges Depot

Da alle Kosten für ein Depotkonto die Nettorendite Ihrer Wertpapiere beeinflussen, sollte das Depot achtsam ausgewählt werden. Mit unserem Depotvergleich werden alle anfallenden Gebühren berücksichtigt, was einen gründlichen Vergleich mit besten Ergebnissen ermöglicht. Es gibt einige Faktoren, die Einfluss auf die Rendite haben und daher bedacht werden müssen.

Wenn Sie auf eine persönliche Beratung vor Ort verzichten können, empfiehlt es sich, das Online Depot bei einer Direktbank oder einem Online Broker einzurichten, da diese in der Regel auf die jährlichen Verwaltungskosten verzichten. Doch auch die Transaktionskosten beeinflussen die Gebühren, die Sie effektiv für Ihr Depot bezahlen. Deshalb ist es wichtig, nicht nur die Jahresgebühren der Depotkonten zu vergleichen, sondern ebenfalls sicher zu gehen, dass die Ordergebühren nicht zu hoch sind.

Unser kostenloser Rechner vergleicht alle Gebühren, zeigt Ihnen günstige Depots an und berechnet die individuellen Kosten, die pro Jahr für Sie anfallen würden. Gerade Kleinanleger erhöhen ihre Rendite ungemein, wenn sie ein kostengünstiges Depotkonto eröffnen. Ein weiterer Tipp, um ein günstiges Depotkonto zu finden, das keine versteckten Kosten mit sich bringt: Achten Sie darauf, dass die Abgeltungssteuer immer direkt bezahlt wird und nicht erst im Nachhinein, denn wenn Sie die Zahlung vergessen, können dafür weitere Gebühren anfallen.

Wie funktioniert ein Depot-Vergleich im Detail?

Den Depot Vergleich durchzuführen und das beste Depot zu finden, ist ganz einfach: In erster Linie geht es darum, dass beispielsweise per Schieberegler bestimmt wird, in welchem Umfang die anfallenden Kosten und die Leistungen bzw. der Service beim jeweiligen Anbieter gewichtet werden sollen. Zudem existieren meistens noch weitere Filteroptionen, sodass der Depot-Vergleich in der Summe sehr individuell gestaltet werden kann.

Bevor Sie einen Depot-Vergleich durchführen, sollten Sie sich daher Gedanken darüber machen, was Ihnen bei der depotführenden Bank oder dem depotführenden Broker besonders wichtig ist. Kommt es Ihnen vor allem auf geringe Kosten an? Oder haben Sie ein größeres Interesse daran, dass Sie möglichst individuell betreut werden und ein breites Leistungspaket nutzen können? Auf dieser Grundlage können Sie den Aktiendepot Vergleich anschließend mittels der erwähnten Filteroption gezielt und individuell durchführen.

Filialbank oder Direktbank?

Die Frage, ob man das Depot bei einer Filialbank oder einer Direktbank eröffnet, ist vor allem davon abhängig, wie viel Wert man als Anleger auf persönliche Beratung legt und auf die Möglichkeit, die Bankgeschäfte vor Ort in der eigenen Filiale durchzuführen. Direktbanken haben bei Vergleichen eigentlich immer die Nase vorn. Die Gebühren sind bei einem Online Depot deutlich geringer als bei einem Depot bei einer Filialbank. Außerdem bietet ein Online Depot die Option jederzeit gemütlich von Zuhause aus Aktienhandel zu betreiben und jederzeit Online Order in Auftrag zu geben. Viele Filialbanken sind in Sachen Online Banking inzwischen nachgezogen und bieten Ihren Kunden damit auch die Möglichkeit, den Wertpapierhandel online abzuwickeln. Dafür ist die persönliche Beratung inzwischen kein Alleinstellungsmerkmal der Filialbanken mehr. Zunehmend bieten auch Direktbanken einen umfassenden Service an. Persönliche Beratung kann man bei Direktbanken mittlerweile gut per e-Mail, Telefon oder zum Teil sogar per Video Call erhalten.

Direktbank oder Online Broker?

Wer sich den Aktienhandel im Internet gut vorstellen kann, für den stellt sich zusätzlich noch die Frage, ob das Online Depot bei einer Direktbank eröffnet werden soll oder ob ein Broker Depot passender wäre. Eine Direktbank bietet den Vorteil, dass Girokonto und Depotkonto bei der selben Bank geführt werden können. Wer sein Girokonto bereits bei einer Direktbank hat, kann dazu oft problemlos noch ein Online Depot eröffnen. Das Girokonto fungiert in diesem Fall dann als Verrechnungskonto für das Online Depot. Die Alternative zur Direktbank ist ein Broker Depot, der sich auf den Handel von Wertpapieren spezialisiert hat. Die günstigen Konditionen für den Wertpapierhandel gibt es in der Regel bei einem Online Broker, dafür lassen sich andere Finanzgeschäfte nicht über ein Online Depot beim Broker abwickeln. Doch gerade die Gebühren für eine Online Order sind bei einem Broker meist besonders günstig.

Einlagensicherung beim Depot-Vergleich nicht außer Acht lassen

Ein wichtiger Aspekt beim Depot-Vergleich, der allerdings von zahlreichen Anlegern häufig vergessen wird, ist die Beachtung der Einlagensicherung. Zwar ist ein Investment in Wertpapiere, beispielsweise in Aktien, meistens nicht ohne Risiko. Dennoch möchten die Kunden fast immer zumindest ihre Guthaben in guten Händen wissen und bei Insolvenz der Bank oder des Brokers garantiert haben, dass sowohl Wertpapiere als auch Geldguthaben wieder an sie zurückfließen. Aus diesem Grund sollten Sie beim Depot-Vergleich eben nicht nur auf die Kosten, Konditionen und den Service achten, sondern ebenso auf die Einlagensicherung. Zwar greift diese nicht auf Wertpapierbestände zu, aber selbstverständlich auf sämtliche Guthaben, die sich auf dem Verrechnungsskonto befinden.

Ein solches Verrechnungsskonto ist zwingend notwendig, denn wenn Sie beispielsweise Aktien kaufen möchten, bucht die Bank, bzw. der Broker, den entsprechenden Betrag von diesem Konto ab. Gleiches gilt beim Verkauf der Wertpapiere, denn diese werden zunächst aus dem Depot ausgebucht und der entsprechende Geldbetrag wird auf Ihrem Verrechnungsskonto gutgeschrieben.

Bezüglich der Einlagensicherung sind Sie insbesondere bei Banken und Brokern auf der sicheren Seite, die ihren Hauptsitz innerhalb der EU haben. In diesem Fall greift nämlich die gesetzliche Einlagensicherung innerhalb der Europäischen Union, die dafür sorgt, dass Guthaben mindestens bis zu 100.000 Euro pro Kunde geschützt sind. Einige Banken bieten zudem eine private Einlagensicherung, sodass oftmals sogar Guthaben im siebenstelligen Bereich geschützt sind.

Nach dem Depot-Vergleich: Wertpapierdepot eröffnen

Nachdem Sie einen Depot-Vergleich durchgeführt haben und anschließend darüber informiert sind, welche Anbieter ein besonders gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten oder besonders kostengünstig sind, geht es im zweiten Schritt darum, beim entsprechenden Anbieter ein neues Depot zu eröffnen. Je nachdem, ob Sie sich für eine Filialbank, Direktbank oder einen Online-Broker entschieden haben, kann die Depoteröffnung entweder in der Geschäftsstelle oder online erfolgen. In der überwiegenden Mehrheit bieten Bank und Broker heutzutage die Möglichkeit an, die Depoteröffnung über das Internet zu veranlassen. In diesem Fall sind es in der Übersicht die folgenden Schritte, die Sie für die Depoteröffnung absolvieren müssen:

  • Registrieren: Persönliche Daten erfassen
  • gegenüber Bank / dem Broker legitimieren
  • Zugangsdaten zum Depot erhalten
  • einloggen und aktiv werden

Die größte Arbeit besteht für Sie im Zuge der Depoteröffnung also darin, sich zu registrieren. Hierfür sind die üblichen persönlichen Daten, wie zum Beispiel Name, Anschrift und Geburtsdatum, zu erfassen. Außerdem müssen Sie Angaben über Ihre bisherigen Erfahrungen mit Wertpapieren machen, damit Sie einer Risikoklasse zugeordnet werden können. Allerdings dauert auch dieser Vorgang meistens keine 15 Minuten, da Bank bzw. Broker meistens das moderne Videoident-Verfahren zur Legitimation anbieten. Alternativ ist meist auch ein Postident-Verfahren möglich, das jedoch mehr Zeit in Anspruch nimmt. Anschließend werden die Unterlagen versendet. Sie erhalten meistens innerhalb weniger Tage Ihre Zugangsdaten, mit denen Sie sich online im Depot einloggen können. Nachdem Sie anschließend Geld auf das Verrechnungsskonto eingezahlt haben, können Sie sofort Ihren ersten Handelsauftrag erteilen.

Freistellungsauftrag nicht vergessen

Bei der Eröffnung eines Depots darf das Thema Freistellungsauftrag nicht vergessen werden. Der Freistellungsauftrag soll Sparer von der Steuerlast auf Kapitalerträge entlasten. Diese liegt seit 2009 bei 25 Prozent. Mit einem Freistellungsauftrag können Sie den Sparerfreibetrag ausschöpfen, der sich aus dem Sparerpauschbetrag von 750 Euro und den Werbungskosten von 51 Euro zusammensetzt. Auf diese Weise müssen nicht sämtliche Kapitalerträge versteuert werden, sondern nur diejenigen, die über den Freibetrag hinausgehen.

Wenn kein Freistellungsauftrag erstellt wurde, müssen alle Kapitalerträge vollumfänglich mit 25 Prozent versteuert werden. Wenn bereits ein Freistellungsauftrag für ein anderes (Depot-)Konto ausgestellt wurde, kann dieser auf mehrere Finanzinstitute aufgeteilt werden. Das geht natürlich nur, wenn er nicht bereits vollends ausgeschöpft ist.

Die Obergrenze liegt bei Freistellungsauftrag für Singles bei 801 Euro, für verheiratete Paare gilt der doppelte Satz von 1.602 Euro pro Jahr.

Auch ein Depotwechsel kann sinnvoll sein

Ein Depot Vergleich ist nicht nur sinnvoll, wenn man in den Wertpapierhandel einsteigen möchte, er kann sich auch rentieren, wenn man bereits ein Depotkonto hat. Der Markt der Depotanbieter ist immer im Wandel und gerade wenn man bereits längere Zeit dabei ist, kann es sich lohnen, mit einem Vergleich herauszufinden, ob ein anderes Depot nicht günstigere Konditionen bietet.

Ein Depotwechsel ist relativ unkompliziert und lässt sich schnell durchführen. Dies sind die wichtigsten Schritte:

  1. Eröffnung eines neuen Depots bei dem Anbieter, den Sie für sich ausgesucht haben.
  2. Viele Anbieter bieten einen Depotwechselservice oder Umzugsservice. Dann müssen Sie nur noch das dazugehörige Formular ausfüllen und Ihr neuer Depotanbieter kümmert sich um den Transfer Ihrer Wertpapiere vom alten auf das neue Depot.
  3. Nach dem erfolgten Transfer müssen Sie nur noch das alte Depot schließen. Sichern Sie sich zunächst nur ab, dass Sie das alte Depot sicher nicht mehr benötigen.

Es ist auch möglich, nur einen Teil der Wertpapiere im Depot in ein anderes Depot umzuziehen und so zwei Depots zu halten. Ein Depotwechsel muss laut Gerichtsbeschluss des Bundesgerichtshofs kostenlos sein. Bis der Wechsel zum neuen Depot vollständig vollzogen ist, dauert es in der Regel etwa zwei Wochen.

Fazit zum Depot-Vergleich

Der Depot-Vergleich ist eine wichtige Grundlage, wenn Sie auf Dauer beim Kauf und Verkauf von Wertpapieren Kosten einsparen und einen umfangreichen Service nutzen möchten. Beim Depot-Vergleich stehen zwar Depot- und Ordergebühren im Vordergrund, aber darüber hinaus sollten Sie ebenfalls auf Punkte wie Kundenservice, Handelsplattform und Einlagensicherung achten. Dadurch gehen Sie sicher, dass Sie letztendlich das Wertpapierdepot finden, welches am besten zu Ihren Zielen und Vorstellungen passt.

Häufige Fragen rund um das Depot

Ein Depot ist ein Konto, auf dem Wertpapiere verbucht werden. Wer an der Börse tätig ist, braucht immer ein Depot, um die Papiere zu verwalten, d. h. für den Kauf und Verkauf  von Wertpapieren an unterschiedlichen Handelsplätzen.

Das Angebot an Depots ist vielfältig. Es gibt zahlreiche Anbieter mit unterschiedlichem Service und unterschiedlichen Konditionen. Dennoch lässt sich nicht ein Depotkonto als „das beste“ klassifizieren. Denn abhängig davon, wie die eigene Anlagestrategie ist und das persönliche Trading-Verhalten eignet sich für einen das eine Depot besser als das andere. Aus diesem Grund ist vor der Wahl eines Depots ein Depot Vergleich immer sinnvoll und empfehlenswert.

Die Depoteröffnung funktioniert inzwischen bei fast allen Anbietern online. Wenn Sie sich für ein Depot entschieden haben, müssen Sie einen Antrag zur Depoteröffnung ausfüllen und diesen per Postident- oder Videoident-Verfahren verifizieren lassen. Der Antrag wird dann vom Finanzinstitut geprüft. Bei Genehmigung bekommen Sie innerhalb weniger Tage die Unterlagen für die Aktivierung des Depots zugeschickt.

Ein Depotwechsel ist problemlos möglich. Wenn Sie sich für einen anderen Anbieter entschieden haben, müssen Sie bei diesem zunächst das neue Depot eröffnen. Die meisten Depotanbieter haben einen Umzugsservice, und leiten den Transfer der Wertpapiere auf das neue Depot in die Wege, wenn Sie den entsprechenden Auftrag gegeben haben. Nach dem Umzug müssen Sie nur noch das alte Depot kündigen, berücksichtigen Sie dabei die Kündigungsfristen des Anbieters.

Ein Depot ist jederzeit zu den entsprechenden Kündigungsfristen des Anbieters kündbar. Für die Kündigung setzen Sie ein Schreiben auf, das Sie per Post und am besten als Einschreiben an den Depotanbieter schicken. Mustervorlagen für ein solches Kündigungsschreiben finden Sie im Internet. Berücksichtigen Sie bei der Kündigung, das Sie auch mögliche Verrechnungskonten kündigen, die mit dem Depot verbunden sind und die Sie nicht mehr brauchen.

Gemeinschaftsdepots sind in der Regel möglich. Bei einem Gemeinschaftsdepot können beide Inhaber auf das Depot zugreifen und es so nutzen, wie sie möchten. Ein Gemeinschaftsdepot eignet sich vor allem für Eheleute mit gemeinsamer Vermögensverwaltung.

Ein Depotkonto funktioniert immer nur mit einem Verrechnungskonto. Mit dem Geld auf diesem Konto können dann Wertpapiere gekauft werden.

Wenn Sie die Wertpapiere später wieder verkaufen, wird Ihnen der Gewinn aus dem Verkauf ebenfalls auf dem Verrechnungskonto gutgeschrieben.

Im Falle einer Insolvenz des Depotanbieters haben Sie einen Herausgabe-Anspruch auf Ihre Wertpapiere. Sollte das aus irgendeinem Grund nicht möglich sein, besteht ein Entschädigungsanspruch auf 90 Prozent der Gesamtsumme ihrer Wertpapiere. Wobei zu beachten gilt, dass die maximale Entschädigungssumme bei 20.000 Euro liegt.

Ein weiterer Aspekt in Puncto Sicherheit ist die Anwendung moderner Sicherheitstechnologien für den Online-Aktienhandel. Vergewissern Sie sich vor der Eröffnung eines Depots, dass der Anbieter hier die wichtigsten Technologien einsetzt.

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